fructosearmes Orangeat selber herstellen

Lange habe ich nach fructosearmen Orangeat und Zitronat gesucht und blieb erfolglos. Orangenschalen werden generell immer in Zuckersirup (Haushaltszucker mit Wasser) eingekocht. Also: selber machen ist die Devise!
Ich war erstaunt, wie leicht das gelingt - es braucht bloß ein wenig Zeit und Geduld. Kandierte Zitrusfrüchte kann man in so vielen unterschiedlichen Rezepten verwenden. Jetzt habe ich einmal genügend Vorrat und freue mich darauf, Euch meine neuen Kreationen mit Orangeat zu präsentieren. 

UPDATE: Das Orangeat habe ich vor ca. 2 Monaten hergestellt. Es hat sich leider herausgestellt, dass es nach dieser Zeit steinhart geworden ist. Es ist nicht mehr als "Orangeat" verwendbar. Offenbar liegt das am verwendeten Trockenglucosesirup/Maiszucker. 
Ich habe es nun in einem Mixer pulverisiert und verwende das aromatische Orangenpulver für Kuchen und Kekse. So war all die Arbeit nicht ganz umsonst.
Hier also mein Tipp: so Ihr das Orangeat herstellt, solltet Ihr es relativ bald verwenden - also innerhalb von 2-3 Wochen. Wird es dennoch zu hart, habt Ihr köstliches Orangenschalenpulver - in einem gut verschlossenen Behältnis hält es garantiert sehr lange.

Orangeat selber machenZutaten:

6 große Bio-Orangen (meine wogen ca. 320g pro Stück)
500 g FRUNIX-Maiszucker
500ml Wasser

Zubereitung:

  1. Die Orangen gut waschen und wie gewohnt schälen.
  2. Die Schalen in ca. 3-4 mm dicke Streifen schneiden - den Strunk und den Blütenansatz wegschneiden.
    Bei mir ergab das in etwa 750g Schalenstreifen.
  3. Einen Topf mit Wasser füllen und die Orangenschalenstreifen darin 2 Minuten kochen.
  4. Das Wasser wegleeren, wieder mit frischem Wasser auffüllen und nochmals für ca. 2 Minuten aufkochen und wieder abseihen.
  5. Noch einmal wiederholen. (Insgesamt 3 x in Wasser aufkochen und abseihen)
  6. Einen weiteren Topf mit 500ml Wasser und 500g Maiszucker füllen und aufkochen lassen.
  7. Die Orangenschalen darin für ca. 1 Stunde und 15 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen. 
  8. Den Deckel abnehmen und offen weiterkochen, bis der Sirup verdunstet bzw. komplett von den Orangenstreifen aufgenommen wurde - dabei gut rühren und darauf achten, dass nichts anbrennt.
  9. Die Orangenstreifen nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen - am Besten schön ordentlich nebeneinander...
  10. Den Backofen auf 60 Grad Umluft aufheizen und die Orangenstreifen bei leicht geöffneter Backofentüre über Nacht trocknenlassen. Zwischendurch könnt Ihr sie einmal wenden. Das Trocknen kann bis zu 24 Stunden brauchen. Hier müsst Ihr ganz nach Eurem Gefühl gehen, wann sie fertig sind.
  11. Sie sollten kaum noch kleben. Sollten sie doch noch feucht und klebrig sein: vom Papier lösen, durchmischen und nochmals 1-2 Stunden im Ofen nachtrocknen. 
  12. Die Orangenstreifen sollten nun gut auskühlen und am Besten in gut verschließbaren Gläsern aufbewahrt werden. Ihr könnt sie für viele unterschiedlichen Speisen, Kuchen, Kekse, Müsli etc verwenden.

    Tipp: manche Öfen schalten sich automatisch ab, wenn die Türe nicht komplett geschlossen ist. Ich stecke bei meinem Ofen zwischen Türe und Kippschalter einen Korken hinein, sodass der Kippschalter hineingedrückt wird, die Ofentüre aber trotzdem offen bleibt. 

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