Die Sorbitunverträglichkeit – Was ist das?

Die Sorbitunverträglichkeit, häufig auch als Sorbitintoleranz bezeichnet, ist eng mit der Fructosemalabsorption verbunden, weil Sorbit mit der Fructose um den GLUT5 Transporter im Dünndarm konkurriert.

Sobald also gleichzeitig zu Fruchtzucker auch noch Sorbit konsumiert wird, "kümmern" sich die GLUT5 Transporter um das Sorbit und stehen für den Transport von Fructose nicht mehr ausreichend zur Verfügung, wodurch die bekannten Symptome enstehen können.

Eine Sorbitunverträglichkeit kann einzeln oder gemeinsam mit der Fruktosemalabsorption auftreten. Eine alleinige gestörte Sorbitaufnahme ohne Symptome wird als „isolierte Sorbitmalabsorption“ bezeichnet. Von „isolierter Sorbitintoleranz“ wird gesprochen, wenn Symptome auftreten. Am häufigsten tritt aber die „sorbitabhängige Fruktosemalabsorption“ auf, bei der Sorbit und Fructose einzeln gut vertragen werden, gemeinsam aber Symptome hervorrufen.

Wie wird Sorbit in den Körper aufgenommen und was funktioniert bei einer Fructosemalabsorption nicht?
Die Ursachen und Abläufe einer Sorbitunverträglichkeit sind nicht komplett erklärbar, die Aufnahme dürfte aber analog der Fruktoseaufnahme im Dünndarm erfolgen. Sorbit und andere Zuckeralkohole, wie beispielsweise Maltit, Xylit, Lactit und Mannit, konkurrieren mit Fruktose um das GLUT5 Transportsystem und verschlimmern damit die Symptome der Fruktosemalabsorption.

Die Ursachen und Eigenschaften der Unverträglichkeitsreaktionen von Zuckeralkoholen sind nur wenig erforscht, scheinen aber denen der Sorbitunverträglichkeit sehr ähnlich zu sein.

Quelle: Barbara Doris Günther BSc; Bachelorarbeit: „Fruktosemalabsorption, Sorbitunverträglichkeit und Histaminintoleranz in der täglichen Ernährung Betroffener“ (2016); Fachhochschule Oberösterreich - Campus Wels

 Intoleranz & Zucker