Maissirup auf Pancakes

Fructosefreier Glucosesirup ist eine besonders gut verträgliche Zuckeralternative für Menschen mit Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption.

Glukosesirup wird unter anderem auch als Stärkesirup, Corn Sirup, Maissirup und Maiszucker bezeichnet.
Er wird durch die hydrolytische Aufspaltung von Stärke (Maisstärke, Kartoffelstärke, Weizenstärke) gewonnen.

Die Konsistenz ist der des Honigs sehr ähnlich: Glucosesirup ist eine klare bis bräunlich-trübe, zäh fließende Lösung, die überwiegend aus Glukose (Traubenzucker) und anderen Zuckern in unterschiedlichen Anteilen besteht.

Durch enzymatische Spaltung können aus Stärke unterschiedliche Sirupe hergestellt werden, die sowohl in der Süßkraft, als auch in ihren technologischen Eigenschaften unterschiedlich sind:

Glucosesirup ist nicht gleich Glucosesirup

Glucosesirup findet man in unterschiedlichen Mischungsverhältissen, wobei die Anteile an Fructose, Glucose, und anderen höheren Zuckern unterschiedlich hoch sind:

  • Glukosesirup aus Glukose mit maximal 5 % Fruktose
  • Glukose-Fructose-Sirup aus mind. 50 % Glukose und bis zu 50 % Fruktose (wird auch als Isoglucose bezeichnet)
  • Fructose-Glukose-Sirup aus Fruktose mit bis zu 90 % Glukose (wird auch als Isoglucose bezeichnet)
  • Fructosesirup aus Fructose mit maximal 5 % Glukose

Sehr beliebt ist der „High Fructose Corn Syrup (HFCS)“ vor allem in den USA, wo er besonders in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommt: Dieser stark fructosehaltige Sirup wird als Ersatz für Haushaltszucker eingesetzt, da er süßer ist, als normaler Haushaltszucker (dieser Sirup besteht allerdings aus 70 - 90% Fructose) und wird oft nur „Maissirup“ genannt. Leider wird der Fructosegehalt der unterschiedlichen Maissirupe nicht klar unterschieden: der Name "Maissirup" ist damit in Verruf geraten. 

High-Fructose-Corn-Sirup in "zuckerreduziertenProdukten"

Bedenklich ist, dass High-Fructose-Corn-Sirup sehr oft in "zuckerreduzierten Produkten" Verwendung findet: Daduch, dass HFCS süßer ist, als normaler Zucker, muss in der Lebensmittelindustrie auch weniger davon verwendet werden. Das wird dann auch groß auf der Verpackung ausgewiesen und beworben: z.B. "10% weniger Zuckeranteil". Problematisch dabei ist, dass dieser HFCS einen sehr hohen Anteil (bis zu 90%) an Fructose enthält. Konsumenten wird signalisiert, dass sie sich etwas Gutes tun, indem sie "zuckerreduzierte" Produkte essen - das Gegenteil ist aber leider der Fall, da der Fructoseanteil wesentlich höher ist und damit unsere Gesundheit gefährdet - siehe Beitrrag "Fructose-der Zucker, der uns krank macht"

Hier ein kleines Rechenbeispiel:

Normale Kekse: es sind z.B.100g normaler Haushaltszucker (Saccharose) enthalten: Fructosegehalt 50g 
"Zuckerreduzierte Kekse": es sind "nur" 90g Zucker/HFCS enthalten: Fructosegehalt: 63-81g 

Reissirup:

Auch bei Reissirup handelt es sich um einen Glucosesirup, welcher allerdings einem zusätzlichen Fermentationsprozess unterzogen werden muss. Bei einer Histaminintoleranz sollte dieser gemieden werden. Wie bei Glucosesirup aus Weizen-, Mais-, oder Getreidestärke, kann auch Reissirup einen mehr, oder weniger hohen Anteil an Fructose aufweisen. Der von uns verwendete Glucosesirup ist absolut fructosefrei und entsteht durch rein hydrolytische Aufspaltung. Laut SIGHI (schweizerische Interessensgemeinschaft Histaminintoleranz) wird Glucosesirup (im Gegensatz zu Reissirup) auch von Menschen mit Histaminintoleranz problemlos vertragen.

Wir verwenden für unsere Bonbons nur fructosefreien Glucosesirup – darin ist weder Restfructose noch Saccharose enthalten.

In unserem Bonbon-Glucosesirup enthaltene Zucker sind:

  • Maltose (diese besteht aus 2 Molekülen Glucose – Zweifachzucker/Disaccharid)
  • Glucose (Einfachzucker=Monosaccharid)
  • Mehrfachzucker (mit mindestens 10 Zuckermolekülen) – Anteil von über 20%.

Diese enthaltenen Zucker sind sowohl bei einer Fructoseintoleranz, als auch bei einer Fructosemalabsorption gut verträglich. Nachdem der Körper diese Mehrfachzucker erst in die einzelnen Moleküle aufspalten muss, wirkt sich das besonders günstig auf die Aufnahme des Zuckers im Körper aus: der Zucker gelangt nicht sofort ins Blut und der Blutzuckerspiegel steigt nicht so rasch an, wie bei der Konsumation von Einfachzuckern (Traubenzucker/reine Glucose) und Zweifachzuckern.

So reagiert der Körper auf Einfachzucker und normalen Zucker:

Einfachzucker müssen nicht gespalten werden und gelangen sofort ins Blut. Je schneller der Blutzucker steigt, umso schneller sinkt er auch wieder ab. Denn je schneller und höher der Blutzuckeranstieg ist, umso mehr Insulin wird ausgeschütte.  Dies sorgt dafür, dass der überschüssige Blutzucker in die Zellen gelangt und der Zuckergehalt im Blut wieder absinkt.

Wie kommt es zu Heißhungerattacken?

Frau isst SchokoladeWir erkennen das, indem wir uns besonders energielos fühlen, uns schlecht konzentrieren können, ungeduldig, missmutig und eben wieder hungrig werden.  Zucker-und Stärkeprodukte liefern die notwendige Energie besonders schnell. Heißhunger auf Süßes und schnelle Energielieferanten, wie Pizza, Nudeln und Brote, sind die Folge.
Die in unserem fructosefreien Glucosesirup enthaltenen langkettigen Kohlenhydrate werden nur langsam zu Glukose abgebaut. Damit werden Heißhungerattacken weitestgehend vermieden.